Archiv für November 2011

17.12. – Aktionstag Access Hamburg

Ihr alle seid am Access Hamburg – Aktionstag(17.12.) herzlich zu unserer Weihnachtsfeier im Exil eingeladen. Ihr findet uns von 15.00 bis 17.30 auf dem Alma-Wartenburg-Platz in Ottensen.

Hier der komplette Aufruf:

17. Dezember 2011 Auf los geht‘s los… Access Hamburg
Aktionstag gegen kapitalistische Stadtentwicklung mit Kundgebungen gegen Vertreibungspolitik und Topfschlagen gegen steigende Mieten!

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Zomia goes Altona!? Zomia ist in Altona!!!

Zomia hat heute um 11.00 Uhr eine Fläche in Altona Schützenstraße Ecke Leverkusenstraße bezogen. Alle hin da und unserer Solidarität Ausdruck verleihen!

Selbstverständnis

Was ist denn das Autonome Zentrum Altona?

Unabhängig, selbstverwaltet, unkommerziell, notwendig!


Warum braucht Altona ein Autonomes Zentrum?

Altona ist im Wandel. Mit der geplanten Bebauung der neuen Mitte Altona, der Ansiedlung von IKEA und weiteren Realisierungen des Zukunftsplan Altona ist eine starke Veränderung des Stadtteils fest zu stellen. Altona ist verstärkt in den Fokus der Stadtentwicklung gerückt. Diese geht allerdings nicht auf die Anwohner_innen* ein, sondern unterstützt die Interessen der Konzerne und Investor_innen.
Mit einem selbstverwalteten Zentrum soll ein Kontrapunkt gegen steigende Mieten, gegen Verdrängung und Aufwertung durch die Immobilien-Verwertungs-Koalition von Stadt und Unternehmen gesetzt werden. Wir wollen und brauchen einen Ort, an dem wir respektvoll und solidarisch miteinander umgehen, wo wir kritisch, kreativ und aktiv sein können und den Rahmen dessen selbst bestimmen!

Was ist denn ein Autonomes Zentrum?
Ein Autonomes Zentrum ist ein selbstverwalteter, unkommerzieller Raum für Politik und Kultur. Autonomie bedeutet für uns vor allem, selbstbestimmt zu handeln und Entscheidungen frei von parteipolitischen, religiösen und kommerziellen Interessen zu treffen. Ein Autonomes Zentrum ist ein Raum, in dem solidarisch miteinander umgegangen werden soll.

Und wo könnte das AZ Altona sein?
In der Großen Bergstraße 264, ganz nah am Bahnhof Altona, steht beispielsweise das Gebäude des ehemaligen Finanzamtes seit 2007 leer. Am 23.04.2011 haben 40 Menschen das Haus erstmals besetzt, um dort ein Autonomes Centrum Altona Bahnhof zu eröffnen.
Das ehemalige Finanzamt befindet sich in städtischem Besitz und eine sinnvolle Nutzung ist bisher nicht in Aussicht. Im Gegenteil: Bisher schien es, als wolle die Stadt das Gebäude als Spekulationsobjekt leer halten, um es nach dem Bau des neuen IKEA-Marktes profitabel verkaufen zu können.

Wer kann das Autonome Zentrum nutzen?
Das Autonome Zentrum ist grundsätzlich offen für Alle, um sich mit anderen Menschen treffen und austauschen zu können. Daher dulden wir kein rassistisches, sexistisches, homophobes, antisemitisches oder diskriminierendes Verhalten. Kein Mensch soll auf Grund von sozialer oder ethnischer Herkunft, Geschlecht, Gender, sexueller Orientierung, vermeintlicher oder tatsächlicher Beeinträchtigungen, Staatsangehörigkeit, Religionszugehörigkeit oder Aussehen, diskriminiert werden.

Wer sind WIR überhaupt?!

Wir sind die Aktivist_innen aus Altona und Umgebung, die ein autonomes Zentrum in Altona wollen und für absolut notwendig halten. Auf regelmäßigen Treffen diskutieren und entwickeln wir Ideen und beteiligen uns an der Realisierung eines selbstverwalteten Zentrums. Und wir werden immer mehr!
Wir betreiben keine Stellvertretungspolitik, sondern schaffen Räume, in denen sich alle mit einbringen können. Das Autonome Zentrum lebt vom solidarischen Wir, vom Mitmachen und Leidenschaft, von Diskussion, Auseinandersetzung und Spaß!

Selbstverwaltung! Wie funktioniert denn das?
Ein Autonomes Zentrum funktioniert und wird gestaltet durch die Zusammenarbeit vieler Menschen. Für Entscheidungen ist dann das Plenum zuständig, zu dem alle im Haus Aktiven eingeladen sind. Hier entscheiden wir gemeinsam im Konsensprinzip. Das bedeutet, es gibt keine_n der_die etwas bestimmt und jede Frage oder Entscheidung wird diskutiert bis alle mit einem Ergebnis einverstanden sind. Wir sind unabhängig und entscheiden selbst, wie wir das Zentrum gestalten wollen. Das geht nur in Selbstorganisation.

Unkommerziell! Was heißt das?
Wir wollen einen Ort schaffen, wo kein Zwang zum Konsum besteht. Alle Menschen, unabhängig vom Einkommen sollen Teil des Autonomen Zentrums sein, sich aktiv beteiligen und mitmachen können. Am Autonomen Zentrum verdient niemand Geld.
Wir eröffnen Raum für alternative Formen des Miteinanders und stellen uns damit der herrschenden Profitorientierung dieser Gesellschaft entgegen.

Notwendig!
Wir brauchen selbstverwaltete Räume! Wie wäre es mit einem Café, Infoladen, Fotolabor, einem Konzertsaal oder Sportraum? Wir brauchen Platz für politische Bildungsarbeit, für Initiativen und andere Gruppen. Außerdem fehlen uns Seminarräume, Kreativräume, Computerräume, Schutzräume, Werkstätten, temporäre Unterkünfte, und Orte für Veranstaltungen aller Art!
Sei kreativ, bring deine Ideen ein und werde selber aktiv!

AZ Altona kommt!
Kampagne für ein Autonomes Zentrum in Altona
az4altona.blogsport.de

*Wir benutzen den Unterstrich wie bei Anwohner_innen und Aktivist_innen, um allen Menschen, die sich nicht in die herrschende Zweigeschlechtlichkeit einordnen können oder wollen, einen Raum zu bieten und zu verdeutlichen, dass es mehr als zwei Geschlechter gibt.

Kein Tag ohne Autonome Zentren!

AZ-Herz
Kein Tag ohne AZ Köln! Kein Platz für Pro-Köln!

Die SPD scheint in ihren Reihen ein eher schizophrenes Verhältnis zu linksalternativer Kultur zu pflegen: Bei der Roten Flora in Hamburg will sich Olaf Scholz überhaupt nichts anderes dort vorstellen können, in der Kampagne für ein Autonomes Zentrum Altona sieht Mark Classen hingegen nur Störer_innen ohne gesellschaftliche Relevanz und über die Zukunft des Wagenplatzes Zomia ist Markus Schreiber sich sicher: Die müssen da weg, weil, das geht doch nicht so was.

Letzteres ist offenbar auch die Haltung der Kölner Parteigenoss_innen, die mit aus Hamburg bekannten stadtpolitischen Taktiken versuchen Bürger_innen gegeneinander auszuspielen und für ihre Kampagne gegen das AZ Köln-Kalk zu gewinnen: Eine herbei gedichtete Unvereinbarkeit des AZ mit dem Wunsch nach mehr Grünflächen in Kalk, sowie ein Beteiligungsverfahren bei dem den Bürger_innen verwehrt wird, über mehr als einen Vorschlag zu entscheiden, sollen den Abriss des AZ Köln legitimieren. Und das alles, obwohl eigentlich unbefristete Verträge zwischen den Besetzer_innen und der Eigentümerin des Gebäudes bestehen.

Unterstützung findet die SPD dabei nicht nur von der CDU, sondern auch den Rechtspopulist_innen von Pro Köln, die eifrig gegen „Linksextremisten und kriminelle Ausländer“ hetzten. Diese wollen eine Unterschriftenliste gegen „linken Terror“ auslegen, angeblich in 10.000 facher Auflage, und mit einer Demo zum AZ Köln am 19. November soll ihre „Hochburg“ zurückerobert werden, natürlich nicht, ohne im Aufruf nochmal allerlei rassistische Hetze zu verbreiten. Jedenfalls hat Pro Köln sich das so gedacht, aber Kalk macht dicht – am 19. November, um 9 Uhr, auf der Kalker Hauptstraße. Sie werden nicht durchkommen!

Autonome Zentren erkämpfen und verteidigen – in Altona, Kalk und überall!

Kampagne für ein Autonomes Zentrum in Altona

mehr Infos:
Zur Situation des AZ Köln: linksunten.indymedia.org/en/node/49632
Autonomes Zentrum Köln: http://unsersquat.blogsport.eu/
Bündnis „Kalk macht dicht“: http://www.dazwischengehen.mobi/

AZ Altona ♥ ZOMIA

Das AZ Altona erklärt sich solidarisch mit dem Wagenplatz ZOMIA.

Gegen die Kriminalisierung von Besetzungen! Für mehr Wagenplätze!

AZ Altona kommt, ZOMIA bleibt!

Kommt alle zur großen Demo am 05.11, 15h, Millerntorplatz / Südkurvenvorplatz!
Wir werden dabei sein!

Und am 12.11. , 20h, sehen wir uns im Cafe Knallhart beim Cocktailtrinken und Tombolaspielen.