Solierklärung der AG-Mieten

Solidaritätserklärung mit dem Autonomen Zentrum Altona

Am 23. April 2011 wurde das ehemalige, seit Jahren leerstehende Finanzamt in Hamburg-Altona von Aktivist_innen besetzt.

Mit dieser Aktion sollte auf die Ungeheuerlichkeit hingewiesen werden, dass ein solches öffentliches Gebäude ungenutzt bleibt und der Stadt als Spekulationsobjekt dienen soll. Das Gebäude sollte einer Verwendung als selbstverwaltetes Stadtteilzentrum Altona zugeführt werden.

Dies wurde von Politiker_innen, die nach der Wahl ihr Gedächtnis verloren haben mithilfe der Polizei vereitelt. Diese ist wenig zimperlich vorgegangen und hat auch unliebsame Presse ausgeschlossen. Es gab nur Hofberichterstattung vor Ort.

Die AG-Mieten verurteilt die Kriminalisierung der Besetzer_innen durch die Stadt und deren Diskreditierung durch einige Lokalpolitiker_innen. Das ist peinlich und unverschämt.

Das autonome Zentrum Altona ist ein wichtiger Kontrapunkt zu der Verwertungspolitik, die Altona und seine Bürger_innen in rasender Geschwindigkeit und meistens ungefragt überrollt.

Wir brauchen hier kein „Community Center“ mit Firmen aus der „Kreativwirtschaft“ und einigen sozialen Trägern als Feigenblättchen.

Wir wollen das Wort Wirtschaft auch nicht mehr hören, weil uns mittlerweile aus Erfahrung schlecht davon wird. Wir wollen ein selbstverwaltetes Zentrum in dem Gebäude, bei dem niemand von offizieller Seite reinredet, wie es zu verwerten und zu verwalten ist.

Gebt endlich den Menschen zurück, was ihnen gehört und hört auf uns auszuschließen von der Nutzung öffentlicher Dinge indem ihr sie privatisiert oder verkommen lasst. Es reicht.

Wir erklären hiermit unsere uneingeschränkte Zustimmung zu den Anliegen der Besetzer_innen vom Autonomen Zentrum Altona.

AG-Mieten im „Netzwerk Recht auf Stadt“

Solidarität ist eine Waffe!

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