Archiv für Oktober 2011

Solidarität mit Zomia!

Zomia

Wagenplatz Zomia räumungsbedroht! Hier der Demoaufruf:

Wir ziehen das jetzt durch! Zomia bleibt!

Für das Recht auf selbstbestimmtes Leben und Wohnen – Wagenplätze verteidigen!

Demonstration 5.11.2011, 15.00 Uhr Millerntorplatz / Budapester

Der Wagenplatz Zomia in Hamburg-Wilhelmsburg hat am 18.10.2011 eine Räumungsanordnung erhalten – mit sofortiger Vollziehbarkeit. Ab 4.11.2011 kann geräumt werden, wann es passieren soll ist unklar.

Jetzt ein Zeichen setzen für selbstbestimmtes Leben, gegen unsoziale und neoliberale Stadtpolitik! Jetzt Wagenplätze verteidigen – jetzt die Räumung des Wagenplatzes Zomia verhindern!

Vor einem Jahr ist die Wagengruppe Zomia (20.11.2010) mit der offenen Besetzung eines Platzes in Wilhelmsburg angetreten um nach den Wagenplatzräumungen in den 2000er Jahren auf die unveränderte Lage hinzuweisen: Menschen in Hamburg wollen nach wie vor gerne offen kollektiv und selbstbestimmt im Wagen wohnen. Nach der Räumung der Wagenplätze Hellgrundweg (2000), Schützenstraße (2002), Paciusweg (2002), Bambule (4.11.2002), Wendebecken (2004), Parkplatz Braun und auf mindestens 18 Plätzen der Wagengruppe Dosengarten (2000) unter der Führung von Ronald Schill / Ole von Beust und auch dort bereits Markus Schreiber klafft noch immer eine tiefe Lücke. „Aus für alle Bauwagen bis 2006“ war damals das Motto der Rechtspopulisten. „Wir ziehen diese Sache jetzt durch“, lässt sich Markus Schreiber im Oktober 2011 zitieren, und: „Wenn nichts Unvorhersehbares geschieht, dann ist der Zomia-Bauwagenplatz Ende November Geschichte“.

Jede Person in Hamburg und anderswo sollte über ihre Lebensform selbst bestimmen können. Bezahlbarer Wohnraum oder Wagenplätze in der Stadt Hamburg sind hier kein Widerspruch sondern Notwendigkeiten die sich aus dem Bedarf und den unterschiedlichen Wünschen der Menschen ergeben. Die scheinbare Notwendigkeit zur Vertreibung nicht erwünschter Personen, zur Aufwertung und Verwertung, zu grotesken Bauprojekten und der Errichtung immer neuer Büro- und Gewerbekomplexe, wo viele andere leer stehen, ergibt sich aus einer kapitalistischen Stadtentwicklung , aus der scheinbaren Notwendigkeit in einem irren städtischen Standortgerangel mithalten zu müssen. In dieser Logik wird verdrängt, vertrieben und verwertet was nicht passt. Die vielen Brandherde des Protests gegen Aufwertung und Vertreibung flammen in der ganzen Stadt auf: Das Fass ist schon übergelaufen! Es reicht! Das lassen wir uns nicht gefallen. Lasst uns die Stadt selbst gestalten und das Recht auf Stadt in die Hand nehmen. „Wir ziehen das jetzt durch!“

Markus Schreiber kann, aber er will nicht: Das Problem einen Wagenplatz in Hamburg zuzulassen ist kein juristisches, sondern ein politisches. Selbst das heftig umstrittene Hamburger Wagengesetz lässt die Duldung von Wagenplätzen bis zu 5 Jahren zu. Dies zeigt auch die Praxis z.B. in Altona, wo die beiden bestehenden Plätze mit gleichen juristischen und planerischen Voraussetzungen soeben eine Vertragsverlängerung bekommen haben. Aber auch das Gesetz selbst muss weg, denn es hat seine Wurzeln in der Nazi-Ideologie und ist in den 50ern zur Vertreibung von Sinti und Roma entstanden. „Gegen Wagenplätze steht eine Haltung“, sagt Schreiber selbst.

Wie sehr müssen sich die Konflikte zuspitzen, bis Menschen den Mut aufbringen sich zu positionieren? Mietenwahnsinn, Zaun gegen Wohnungslose, Vertreibung von Sexarbeiter_innen und viele mehr: Wir können jetzt entscheiden, die repressive Law-and-Order-Politik – dieses Mal gegen Wagenplätze – zu stoppen und uns Schreibers Feldzug der Verwertung und Vertreibung in den Weg zu stellen! Seiner Vertreibungspolitik weht ein steifer Wind entgegen. Mit einer Wagenplatzräumung wird er zum Sturm werden.

Die Fläche Zomias ist für die nächsten Jahre nicht verplant, es gibt keine Alternativen. Zwei nicht annehmbare „Alternativen“ sollen als Nebelkerzen zur Räumungslegitimation dienen. Der Bezirk fährt die schillernde Linie. Bürgerschaft, Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt und Bürgermeister-Staatsräte produzieren seit einem Jahr Verwaltungsakte und Ausschusssitzungen und glänzen mit Zurückhaltung. Ergebnis unterm Strich: Markus Schreiber darf weiter aufräumen. Es reicht – Zomia ist eine_r von vielen und es steht nicht alleine da!

Unsere Forderungen sind einfach umzusetzen:

Zomia da lassen wo es ist!

Wir fordern die sofortige Rücknahme der Räumungsanordnung!

Wir fordern die Stadt Hamburg auf Position zu beziehen für eine tolerante Stadt, für Wagenplätze und gegen Markus Schreibers Feldzug der Vertreibung!

Wir fordern nach den Handlungen der letzten Jahre und Monate von der Bezirksversammlung Mitte die Abwahl von Markus Schreiber als Bezirksamtsleiter!

Wir sind solidarisch mit den Auseinandersetzungen für ein AZ Altona, für den Erhalt der Roten Flora, für ein selbstbestimmtes Gängeviertel und mit den vielen weiteren Kämpfen für ein Recht auf Stadt.

[Feuerlöscher TV] Demobericht

Hier ein nettes Video von Feuerlöscher TV zur „Mietenwahnsinn stoppen“ – Demo. Während der Endkundgebung gab es auch eine nette Aktion für das AZ-Altona(s. Videobeginn und Bild).

mietenwahnsinn soli

Block

Solierklärung der AG-Mieten

Solidaritätserklärung mit dem Autonomen Zentrum Altona

Am 23. April 2011 wurde das ehemalige, seit Jahren leerstehende Finanzamt in Hamburg-Altona von Aktivist_innen besetzt.

Mit dieser Aktion sollte auf die Ungeheuerlichkeit hingewiesen werden, dass ein solches öffentliches Gebäude ungenutzt bleibt und der Stadt als Spekulationsobjekt dienen soll. Das Gebäude sollte einer Verwendung als selbstverwaltetes Stadtteilzentrum Altona zugeführt werden.

Dies wurde von Politiker_innen, die nach der Wahl ihr Gedächtnis verloren haben mithilfe der Polizei vereitelt. Diese ist wenig zimperlich vorgegangen und hat auch unliebsame Presse ausgeschlossen. Es gab nur Hofberichterstattung vor Ort.

Die AG-Mieten verurteilt die Kriminalisierung der Besetzer_innen durch die Stadt und deren Diskreditierung durch einige Lokalpolitiker_innen. Das ist peinlich und unverschämt.

Das autonome Zentrum Altona ist ein wichtiger Kontrapunkt zu der Verwertungspolitik, die Altona und seine Bürger_innen in rasender Geschwindigkeit und meistens ungefragt überrollt.

Wir brauchen hier kein „Community Center“ mit Firmen aus der „Kreativwirtschaft“ und einigen sozialen Trägern als Feigenblättchen.

Wir wollen das Wort Wirtschaft auch nicht mehr hören, weil uns mittlerweile aus Erfahrung schlecht davon wird. Wir wollen ein selbstverwaltetes Zentrum in dem Gebäude, bei dem niemand von offizieller Seite reinredet, wie es zu verwerten und zu verwalten ist.

Gebt endlich den Menschen zurück, was ihnen gehört und hört auf uns auszuschließen von der Nutzung öffentlicher Dinge indem ihr sie privatisiert oder verkommen lasst. Es reicht.

Wir erklären hiermit unsere uneingeschränkte Zustimmung zu den Anliegen der Besetzer_innen vom Autonomen Zentrum Altona.

AG-Mieten im „Netzwerk Recht auf Stadt“

Solidarität ist eine Waffe!

Zur AG-Mieten Homepage

Centro loves AZA: Soli-Erklärung vom Centro Sociale

In der Presse wurde in letzter Zeit des Öfteren versucht, die Kampagne für ein Autonomes Zentrum Altona zu diskreditieren. Besonders Mark Classen tut sich hier hervor, indem er immer wieder behauptet, die Kampagne würde im Gegensatz zu anderen Projekten aus dem Recht auf Stadt Netzwerk nur stören wollen und hätte keine „gesellschaftliche Wirkung“. In Gegensatz hierzu stellt er explizit das Centro Sociale und das Frappant.

Nachzulesen sind Classens geistreiche Anmerkungen zum AZ Altona in einem Taz Artikel vom 14.10.2011:
https://www.taz.de/Nutzungskonzept-fuer-ehemalige-Behoerde/!79992/

Nun folgte prompt eine Soli-Erklärung mit dem AZ Altona seitens des Centro Sociale:

Centro loves AZA
In der Nacht vom 23. Oktober haben Aktivist_innen ein ehemaliges Finanzamt in Hamburg scheinbesetzt, um den Forderungen nach einem Autonomen Zentrum Altona (AZA) erneuten Nachdruck zu verleihen. Wer nun meint, wie der SPD Bezirksabgeordnete Marc Claasen, dem AZA mit Verweis auf das Centro Sociale die “gesellschaftliche Relevanz” absprechen zu können*, ist auf dem Holzweg. Das Centro Sociale unterstützt die Forderungen nach mehr selbstverwalteten Orten in der Stadt, die Raum bieten für autonomes Leben, Denken, Handeln. Unbequem sein muss sein. Wir sind solidarisch verbunden mit den Altonaer Aktivist_innen und senden heiße Unterstützungsgrüße in die Nachbarschaft. Wir freuen uns auf das AZA to come und können es kaum erwarten. Gerne kommen wir zur Einweihungsparty 2011 und bringen einen Kicker mit! solidarische Grüße: das Centro!
http://centrosociale.breitaufgestellt.de/

Wir lassen uns nicht spalten!
Für ein Recht auf Stadt!
Für ein Autonomes Zentrum Altona!

Scheinbesetzung

Das es immer mehr Unterstützer_innen für ein Autonomes Zentrum in Altona und andere selbstverwaltete Projekte in Hamburg und der Welt gibt konnte mensch heute deutlich an der Fassade eines Gebäudes an der Ecke Durchschnitt / An der Verbindungsbahn lesen. Auch dieses ehemalige Finanzamt steht laut Leerstandsmelder seit über fünf Jahren leer.

(mehr…)

Danke an die netten Unterstützer_innen!
Der Kampf geht weiter!

Offenes Treffen am 18.10. – 19.30Uhr

Heute findet um 19.30 in der Planwirtschaft(Klausstr. 10) das nächste offene Treffen statt.
Wie immer sind alle Interessierten herzlichst eingeladen!

Bis später!

Soli – Vokü

Am Donnerstag den 13. Oktober findet ab 20h in der HafenVokü ein Soli Abend statt. Eure Gaumen werden mit einem veganem 4-​Gänge-​Menü verwöhnt werden, welches Ihr mit einem Soli-​Sekt abrunden könnt.

Der Erlös kommt der Kampagne für ein „Autonomes Stadtteilzen­trum in Altona“ zugute.

Hier die ersten Gerüchte der Menüfolge:

1. Salat
2. Vorsuppe
3. Pakoras an Jasmin/Granatapfelreis mit „Joghurt“-Minz Sauce
4. Frittiertes Eis

Kommt alle vorbei!

Flyer zum ausdrucken und verteilen

Offenes Treffen am 4.10. – 19:30Uhr

Am Dienstag ist es wieder soweit. Wir treffen uns wie gehabt in der Planwirtschaft (Klausstr. 10) um 19Uhr30. Ihr seid alle herzlichst eingeladen, die Kampagne voran zu bringen, Pläne rund ums „Community Center“ zu schmieden und Infos auszutauschen.
Bis dann!