Unterstützungserklärung Altonaer Initiativen

Wir begrüßen die am 17.04.2011 bekanntgewordene Initiative für ein unabhängiges Stadtteilzentrum in Altona. Wir sind AnwohnerInnen Initiativen, die sich in den letzten Jahren mit der Stadtentwicklungspolitik hier vor Ort auseinandersetzen mussten. Dabei wird uns immer wieder deutlich, dass die Zeit einer sozialverträglichen Stadtentwicklung im Interesse der hier Lebenden im innenstadtnahen Bereich des Bezirks Altona endgültig vorbei ist.

Stattdessen wird auf eine Aufwertungspolitik gesetzt, die im Zusammenhang mit dem Interesse nach mehr Kaufkraft und einkommensstärkeren neuen BewohnerInnen steht. So im Fall der geplanten Ansiedelung von Ikea, dem Prestigebauprojekt „Mitte Altona“, dem „Zukunftsplan“, der „Perlenkette“ am Elbrand oder der Umgestaltung der Parks rund um die Holstenstrasse. Dies forderte und fordert die Kritik derjenigen heraus, die ähnliche Entwicklungen in umliegenden Vierteln in den letzten Jahren mit aufmerksamen Augen verfolgt haben. Wir wehren uns gegen eine Politik, die über die Köpfe der hier Lebenden hinweg erfolgt und die Verdrängung eines großen Teils der Bevölkerung zur Folge haben wird.

Für diese kritische Begleitung brauchen wir Räume. Die bestehenden Stadtteilzentren werden gut nachgefragt und sind, wenn überhaupt, nur temporär nutzbar. Die Initiativen zur Schaffung neuer Möglichkeiten des kritischen Austausches wurden bisher verhindert. So etwa mit dem Abriss des Frappant oder der verhinderten AnwohnerInnennutzung der „Alten Seefahrtsschule“. In diesem Sinne freuen wir uns über die neue Initiative für ein unabhängiges Stadtteilzentrum und werden diese selbstverständlich nach Kräften unterstützen!

Stadtteilaktivistin Olga Buhnke: „Die sitzen in ihren Räumen im Rathaus und planen über unsere Köpfe weg. Was wir brauchen, ist eine art Gegen-Rathaus“.

April 2011

AnwohnerInnen Initiative ALTOPIA, AnwohnerInnen Initiative „Kein Ikea in Altona“, Altonaer Plattform gegen Vertreibung

Wir sind uns sicher, dass die Liste der unterstützenden Initiativen in den nächsten Wochen noch wachsen wird.

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