Konzept im Haus

Konzept für das neue Autonome Centrum Altona Bahnhof

Heute eröffnen wir gemeinsam das Autonome Centrum Altona Bahnhof in den Räumen des ehemaligen Finanzamtes. Dieses Gebäude, direkt im Zentrum der Stadt steht seit 5 Jahren leer, eine sinnvolle Nutzung ist nicht in Sicht. Das Gebäude gehört der Stadt, die scheinbar vorhat auf den Bau des neuen IKEA zu warten um einen besonders hohen Kaufpreis auszuhandeln. Profitinteressen werden dabei klar über die Bedürfnisse der Menschen gestellt.

Darum haben wir beschlossen, schon heute damit zu beginnen, das Gebäude zu nutzen! Und dies soll nicht Marktinteressen folgen, sondern von den Bewohner_innen Hamburgs und Altonas selbst bestimmt werden.

Wir warten nicht, dass die Stadt uns Räume zur Verfügung stellt, wir nehmen uns das Recht auf Stadt!

Das Zentrum soll ein Raum für alle sein und von allen, die möchten, gefüllt und gestaltet werden. Es soll ein selbst verwalteter Ort sein, der so offen wie möglich für alle Menschen unabhängig von ihrer Herkunft und ihrem Einkommen ist.

In Hamburg stehen 1,2Mio m² Bürofläche leer, während auf der anderen Seite eine extreme Wohnungsnot in zentralen Lagen herrscht und es nur noch wenige selbst verwaltete Orte, Cafés und Treffpunkte gibt. Ob Gentrifizierung, Standortlogik oder Wachsende Stadt: In Hamburg ist an jeder Ecke spürbar, dass sich die Politik nicht an den Bedürfnissen der Bevölkerung orientiert, sondern kapitalistische Interessen verfolgt und durchdrückt.
Gerade in Altona, das sich so fröhlich und offen gibt, existiert kein Raum, in dem sich Menschen einfach so treffen und austauschen können. Denn nicht jede/r kann und will sich den Latte Macchiato für 3,50 Euro leisten.
Stattdessen bestimmt auch hier die Standortlogik: der neue Ikea soll massenweise Kund_innen anlocken, die Große Bergstraße mit Markenläden und stylischen Cafés aufgewertet werden. Diese Entwicklung, mit der daraus folgenden Verdrängung von einkommensschwachen Bewohner_innen, müssen wir beispielsweise im Schanzenviertel seit Jahren beobachten.
Des weiteren soll das brachliegende Bahnhofsareal nördlich des Altonaer Bahnhofs in eine zweite Hafencity umgewandelt werden.

Wir setzen einen Gegenpol zu dieser Entwicklung und schaffen einen Raum ohne Konsumzwang! Altona braucht ein selbst verwaltetes Stadtteilzentrum! Gerade in Zeiten, in denen die Rote Flora oder der Wagenplatz Zomia von Räumung bedroht sind, lassen wir uns nicht einschüchtern und verleihen unseren Bedürfnissen und Vorstellungen nachhaltig Ausdruck.

Wir expandieren: Flora bleibt! Zomia bleibt! Gängeviertel bleibt! Und das Autonome Centrum in Altona kommt noch dazu!

Für das neue selbst verwaltete Centrum sind viele Nutzungen möglich – das können alle Interessierten gemeinsam diskutieren und ausprobieren.
Denkbar wäre beispielsweise eine offene Küche für alle, eine Bibliothek, ein Kino, Werkstätten, Arbeitsräume für Stadtteilinitiativen und andere Gruppen, Sport- und Musikräume, Notunterkünfte, Kunst und vieles mehr…

Es geht los…

Samstag

Einzugsparty!

Sonntag

11 Uhr es geht mit einem gemütlichem Brunch los
14 Uhr 1. offenes Haus-Treffen
16 Uhr Haus Verschönern (bringt gerne Sachen zum Dekorieren und Einrichten mit)

Montag

…weiter einrichten und dekorieren
14 Uhr offenes Haus-Treffen